StartKulturKunst„TOKYO ATLAS“: Kunst an Tokios Bucht, mit Kusama im 37-Meter-Atrium

„TOKYO ATLAS“: Kunst an Tokios Bucht, mit Kusama im 37-Meter-Atrium

10. Oktober 2026 · Tokio

Seit dem 10. Oktober ist Tokios Uferzone um eine große Kunstschau reicher: Die internationale Ausstellung „TOKYO ATLAS“ verteilt Werke von mehr als 20 Künstlerinnen, Künstlern und Gruppen aus dem In- und Ausland auf die Gebiete Odaiba, Aomi und Tennōzu. Veranstalter sind die Metropolregierung Tokio und das Exekutivkomitee des neuen Kulturfestivals „ARTE TOKYO“, zu dessen Kernprogramm die Schau gehört. Sie läuft bis zum 20. Dezember, der Eintritt ist bis auf einzelne Programme frei.

Den größten Auftritt hat Yayoi Kusama. Im Telecom Center in Aomi füllen zwei ihrer riesigen Ballonskulpturen gemeinsam ein rund 37 Meter hohes Atrium: „Yayoi-chan“ aus dem Jahr 2012 und „The Flower Bouquet of Love I Saw in Space“ von 2021. Das jüngere Werk wird nach Angaben der Veranstalter erstmals in Japan gezeigt, die Kombination beider Arbeiten sei weltweit eine Premiere. Im Daiba-Park und im Odaiba-Kaihin-Park ist zudem Kusamas „Narcissus Garden“ installiert. Reiko Ikemura lässt mit „Moon Rabbit Landing“ eine sechs Meter hohe Figur auf dem Wasser stehen.

Auch die übrigen Orte sind bewusst ungewöhnlich gewählt. In Aomi wird unter anderem eine Tiefgarage bespielt, die laut Kuratorin Akiko Miki für die nie verwirklichte Weltstadtausstellung angelegt wurde und rund 30 Jahre ungenutzt blieb. Sie ist nur mit Zeitfenster-Reservierung zugänglich. In Tennōzu sind das Gebäude Aile Shinagawa und das WHAT MUSEUM beteiligt, wo auch das Nachwuchsprogramm „Zahyō“ (Koordinaten) läuft.

Der künstlerische Leiter Akira Tatehata spricht von der „Wildheit der Stadt“, die Kunst in dem künstlich aufgeschütteten Hafengebiet sichtbar machen soll. Die Ausstellung knüpft an Vorbereitungen für die abgesagte „Tokyo Odaiba Triennale 2025“ an. Geöffnet ist laut Tokyo Art Beat von 10 bis 17 Uhr. Montags bleibt die Schau geschlossen; fällt ein Feiertag auf den Montag, ist geöffnet und am Dienstag zu.

Foto: Takashi Miyazaki / Unsplash

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