StartPanoramaBär im Stadtgebiet von Maizuru: Schulen schicken Kinder in Gruppen nach Hause

Bär im Stadtgebiet von Maizuru: Schulen schicken Kinder in Gruppen nach Hause

15. Oktober 2026 · Maizuru (Präfektur Kyoto)

In Maizuru an der Japanischen See im Norden der Präfektur Kyoto ist am Donnerstag ein Bär im Stadtgebiet gesichtet worden. Bei den Behörden gingen mehrere Hinweise ein, darunter Meldungen über ein Tier in der Nähe eines Kindergartens. Der Sender Kansai TV veröffentlichte eine Videoaufnahme, die einen Bären beim Überqueren einer Straße zeigt.

Weil sich in der Umgebung ein Kindergarten sowie Grund- und Mittelschulen befinden, reagierten die Einrichtungen: Kinder wurden in den Gebäuden behalten, nahe gelegene Schulen schickten ihre Schülerinnen und Schüler in Gruppen nach Hause. Die Polizei der Präfektur Kyoto suchte mit weiteren Stellen die Gegend ab, fand den Bären nach Angaben der Zeitung Sankei Shimbun jedoch nicht. Anwohner sagten Kansai TV, ein Bär sei bisher noch nie bis ins Stadtgebiet vorgedrungen.

Für Maizuru ist es nicht die erste brenzlige Begegnung in diesem Herbst. Anfang September hatten sich zwei Kragenbären, vermutlich eine Bärin mit ihrem Jungtier, unter dem Nebengebäude eines Wohnhauses verkrochen und waren dort stundenlang geblieben. Die Stadt ließ die Tiere nach Absprache mit Polizei und Präfektur im Rahmen eines sogenannten Notfallabschusses (kinkyū jūryō) töten. Diese Regelung erlaubt es Kommunen seit 2025, unter bestimmten Bedingungen auch in Wohngebieten auf Bären schießen zu lassen. In der Präfektur Kyoto war es laut Berichten der erste Einsatz dieser Art.

Foto: Suzi Kim / Unsplash

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