StartKulturTraditionenKebesu-Fest in Kunisaki: Funkenregen für Gesundheit und Glück

Kebesu-Fest in Kunisaki: Funkenregen für Gesundheit und Glück

14. Oktober 2026 · Kunisaki (Präfektur Ōita)

Am Abend des 14. Oktober flogen am Kushiku-Schrein in Kunisaki wieder die Funken. Beim Kebesu-Fest trugen weiß gekleidete Männer brennende Farnbündel über das Gelände und ließen die Glut auf die Zuschauer niedergehen, die unter Jubel auswichen. Nach örtlichem Glauben bringt ein Funke Glück und schützt vor Krankheit, berichtete der Sender TOS Television Ōita.

Das Fest auf der Halbinsel Kunisaki im Nordosten der Präfektur Ōita findet jedes Jahr am Abend des 14. Oktober statt, als Vorabend des herbstlichen Hauptfestes des Schreins, der auch Iwakura-Hachiman-Schrein genannt wird. Im Mittelpunkt steht ein Kräftemessen: Die Kebesu, eine Gestalt mit geschnitzter Holzmaske, die als Verkörperung einer Gottheit gilt, versucht immer wieder, zu einem brennenden Haufen aus Farnzweigen vorzudringen. Die Tōba, weiß gewandete Männer der Gemeinde, hüten das Feuer und drängen sie zurück. Erst danach beginnt der Teil, für den viele Besucher kommen: Die Tōba ziehen mit brennendem Farn durch die Menge. Das Spektakel zieht sich über mehrere Stunden.

Woher der Brauch stammt, weiß niemand genau. Auch der Name ist ungeklärt, eine Deutung bringt ihn mit dem Treten von Feuer in Verbindung. Legenden, die das Fest mit dem Hachiman-Kult von Usa oder mit der legendären Kaiserin Jingū verknüpfen, gelten als nicht belegt. Der Staat hat das Fest als immaterielles Volkskulturgut ausgewählt, das dokumentiert werden soll.

Getragen wird es von der Schreingemeinde, deren Gruppen die Ausrichtung reihum übernehmen. Die Rolle der Kebesu wird per Los vergeben und gilt als Ehre, die man nur einmal im Leben erhält. Vor dem Fest reinigen sich die Beteiligten im nahen Meer. Früher wurde das Ritual nach dem alten Mondkalender gefeiert.

Foto: Red Shuheart / Unsplash

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