15. Oktober 2026 · Seki (Präfektur Gifu)
An den 25 öffentlichen Grund- und Mittelschulen der Stadt Seki in der Präfektur Gifu gibt es mittags weiterhin nur Gerstenreis und Milch. Alles Weitere müssen die Familien ihren Kindern von zu Hause mitgeben. Grund ist ein Schaden an den unterirdischen Rohrleitungen des städtischen Schulverpflegungszentrums, der am 5. Oktober aufgetreten ist. Laut einem Fernsehbericht hatten sich mehrere Löcher in einer Leitung gebildet, über die Dampf für die Küche geführt wird. Seitdem können dort keine Beilagen mehr gekocht werden. Das Zentrum liefert normalerweise rund 6.600 Mahlzeiten pro Tag an Schülerinnen, Schüler und Personal.
Die Rückkehr zum normalen Betrieb hat sich bereits mehrfach verschoben. Ursprünglich sollte die Küche am 14. Oktober wieder kochen, dann am 15. Oktober. Die Reparaturen und die Sicherheitsprüfung der Kochanlagen waren nach Angaben der Stadt bis zum 14. Oktober weitgehend abgeschlossen, die anschließende Hygieneprüfung dauert aber länger als geplant. Wie der Sender Chūkyō TV berichtete, wurde dabei außerdem trübes Leitungswasser festgestellt, was zusätzliche Kontrollen nötig macht. Mit vollständigen Mahlzeiten sei deshalb frühestens ab dem 19. Oktober zu rechnen. Die Stadt selbst wollte bis zum 16. Oktober über den Termin entscheiden.
Für viele Eltern bedeutet die Lage seit Tagen zusätzlichen Aufwand. Gegenüber der Zeitung Gifu Shimbun beklagten Mütter und Väter, es sei mühsam, sich täglich neue Beilagen auszudenken, manche Geschäfte hätten keine Tiefkühlware mehr vorrätig, und die Stadt solle früher informieren. Die Verwaltung entschuldigte sich und bat um Verständnis. Lieferanten bat sie, bereits vorbereitete Lebensmittel zurückzuhalten, um Verschwendung zu vermeiden.


