14. Oktober 2026, bekannt gegeben am 15. Oktober · Tsukuba (Präfektur Ibaraki)
Eigentlich stand am 14. Oktober in Tsukuba Kurigohan auf dem Speiseplan, ein herbstlicher Reis mit Esskastanien. An zwei Grundschulen fiel die Portion jedoch nur halb so groß aus wie vorgesehen. Betroffen waren nach Angaben der Stadt 1.268 Portionen in 39 Klassen, überwiegend für Schülerinnen und Schüler.
Der Fehler passierte im Schulverpflegungszentrum Sakura, das an diesem Tag insgesamt 3.442 Mahlzeiten für zwei Kindergärten, vier Grundschulen und eine Mittelschule zubereitete. Beim Berechnen der Reismenge zogen die Beschäftigten das Gewicht der Kastanien vom ungekochten statt vom gekochten Reis ab. Weil Reis beim Garen deutlich an Gewicht zunimmt, fehlten dadurch rund 110 Kilogramm Reis. Nach Angaben der Stadt war es das erste Mal, dass das Zentrum einen Mischreis zubereitete, bei dem die Zutaten von Anfang an mitgekocht werden, statt sie erst nachträglich unterzuheben.
Bemerkt wurde das Problem gegen 11 Uhr, als die Küchenkräfte den fertigen Reis in große Behälter umfüllten: Für die beiden Schulen, die in der Lieferreihenfolge weit hinten lagen, reichte die Menge nicht mehr. Um die Kinder trotzdem satt zu bekommen, gab das Zentrum zusätzlich Curryreis aus seinem Notfallvorrat aus.
Die Stadt schickte den Eltern der betroffenen Kinder noch am selben Tag ein Entschuldigungsschreiben. Das Betriebshandbuch des Zentrums, einschließlich der Vorgaben zum Abwiegen, soll überarbeitet werden. Außerdem wollen Stadt und das beauftragte Küchenunternehmen die gegenseitige Kontrolle verstärken. Das Zentrum Sakura war erst im April 2025 als Neubau in Betrieb gegangen und ist auf bis zu 7.000 Mahlzeiten täglich ausgelegt.


