StartEntertainmentFilm & SerienEine Million Kinobesuche in elf Tagen: Haruna Kawaguchis Krebsdrama nach wahrer Geschichte

Eine Million Kinobesuche in elf Tagen: Haruna Kawaguchis Krebsdrama nach wahrer Geschichte

12. Oktober 2026 · Japan

Am elften Tag war die Million erreicht: Das Drama „Mama ga mō kono sekai ni inakute mo – Watashi no inochi no nikki“ (sinngemäß „Auch wenn Mama nicht mehr auf dieser Welt ist – Tagebuch meines Lebens“) hat am 12. Oktober, einem Feiertag in Japan, die Marke von einer Million Kinobesuchen überschritten. Das Einspielergebnis lag zu diesem Zeitpunkt bei rund 1,5 Milliarden Yen. Bekannt gegeben wurden die Zahlen am 15. Oktober, zusammen mit neuen Szenenfotos, darunter eines, auf dem das Elternpaar seine kleine Tochter betrachtet. Gezählt werden dabei Kinobesuche, nicht verschiedene Personen.

Gestartet war der Film am 2. Oktober in 353 Kinos. Schon am ersten Wochenende kam er laut dem Branchendienst Kōgyō Tsūshinsha mit rund 292.000 Besuchen und 441 Millionen Yen auf Platz eins der japanischen Charts, vor Steven Spielbergs „Disclosure Day“. Am zweiten Wochenende spielte er sogar 10 Prozent mehr ein als am ersten. Branchenbeobachter hatten mit so einem Verlauf gerechnet, weil Filme dieser Art oft über Mundpropaganda wachsen.

Die Geschichte ist wahr. Vorlage ist das Erinnerungsbuch von Nodoka Endō, bei der 2018 mit 21 Jahren Darmkrebs im vierten Stadium festgestellt wurde. Trotz der Diagnose hielt sie an ihrer Ehe und an ihrem Wunsch nach einem Kind fest. Sie wurde Mutter einer Tochter und starb mit 24 Jahren. Bekannt wurde ihre Geschichte durch einen Beitrag in einer Unterhaltungssendung des Senders Nippon TV, das Buch erschien 2021 bei Shogakukan.

Haruna Kawaguchi spielt Nodoka. Es ist ihre erste Kino-Hauptrolle seit sieben Jahren. Mahiro Takasugi spielt ihren Mann Shōichi. Regie führte Yuki Yamato, bekannt für „Oboreru Naifu“ (2016). Kawaguchi sagte anlässlich des Meilensteins, sie wolle jeden einzelnen Tag, den Nodoka gelebt habe, möglichst vielen Menschen nahebringen. Über eine Szene in der früheren Wohnung des Paares erzählte sie, man habe sich so viel Zeit genommen, dass sie dachte, an diesem Tag werde nichts anderes mehr gedreht.

Foto: Wpcpey / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

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