StartPanoramaUngewöhnliche GeschichtenNach Fehlversuchen bei der Führerscheinprüfung: 24-Jähriger soll Messerangriff vorgetäuscht haben

Nach Fehlversuchen bei der Führerscheinprüfung: 24-Jähriger soll Messerangriff vorgetäuscht haben

15. Oktober 2026 · Nagakute (Präfektur Aichi)

Die Polizei in der Präfektur Aichi hat den Fall eines 24-jährigen Aushilfsarbeiters aus Nagoya an die Staatsanwaltschaft übergeben. Er steht im Verdacht, im Juli einen Messerangriff auf sich selbst erfunden und damit einen unnötigen Polizeieinsatz ausgelöst zu haben. Der Vorwurf lautet auf „Gyōmu bōgai“ durch Täuschung, ein Delikt, das die Behinderung fremder Arbeit, in diesem Fall der Polizei, durch falsche Angaben unter Strafe stellt. Festgenommen wurde der Mann nicht, die Akte ging ohne Haft an die Staatsanwaltschaft.

Nach Darstellung des Senders CBC TV ereignete sich der Vorfall in einem Wohngebiet im Stadtteil Katahira der Stadt Nagakute östlich von Nagoya. Der Mann soll sich selbst ein Küchenmesser gekauft und sich damit in die Seite gestochen haben. Anschließend habe er einen Passanten gebeten, den Notruf zu wählen, und angegeben, ein Mann habe auf ihn eingestochen. Der Polizei erzählte er zunächst, ein Unbekannter habe ihm rund 5.000 Yen geraubt und sei geflüchtet. Die Beamten nahmen daraufhin Ermittlungen auf, die sich später als gegenstandslos erwiesen. Wie schwer die Verletzung war, ist nicht bekannt.

In der Vernehmung räumte der 24-Jährige die Vorwürfe laut CBC ein. Als Grund gab er an, er sei mehrmals hintereinander durch die Führerscheinprüfung gefallen und habe deshalb die Kontrolle über sich verloren. Auch der öffentlich-rechtliche Sender NHK berichtete über den Fall.

Die Übergabe an die Staatsanwaltschaft ist keine Verurteilung. Ob Anklage erhoben wird, entscheidet nun die Staatsanwaltschaft.

Foto: Suzi Kim / Unsplash

Mehr zum Thema