StartTechnik & WissenBurger King Japan: Daten von rund 11,18 Millionen App-Mitgliedern abgeflossen

Burger King Japan: Daten von rund 11,18 Millionen App-Mitgliedern abgeflossen

15. Oktober 2026 · Tokio

Der Betreiber von Burger King in Japan hat einen umfangreichen Datenabfluss eingeräumt. Nach Angaben der BK Japan haben sich Unbekannte Zugriff auf die Daten von rund 11,18 Millionen Mitgliedern der offiziellen Burger-King-App verschafft. Das Unternehmen machte den Vorfall am 15. Oktober öffentlich und entschuldigte sich.

Laut der Mitteilung betroffen sind Namen (in Kanji und Katakana), Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtsdaten, Geschlecht und Wohnpräfektur. Hinzu kommen Mitgliedsnummer, Art der Registrierung, der Status der E-Mail-Bestätigung und die Angabe, ob jemand schon einmal per Mobile Order bestellt hat. Kreditkartennummern seien nicht abgeflossen, weil das Unternehmen sie gar nicht speichere. Bei den Login-Passwörtern sei ein Abfluss „derzeit nicht bestätigt“ – ausdrücklich ausgeschlossen hat die Firma ihn damit nicht.

Der unbefugte Zugriff fand demnach zwischen dem 2. und dem 7. Oktober statt, entdeckt wurde er erst am 13. Oktober. Wie die Angreifer ins System gelangten, ist noch offen; die Ursache wird mit externen Fachleuten untersucht. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen den Zugang von der Angriffsquelle gesperrt, vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen, einen Krisenstab eingerichtet und die japanische Datenschutzkommission informiert. Die Betroffenen sollen nach und nach per E-Mail benachrichtigt werden.

Ein Missbrauch der Daten ist laut BK Japan bislang nicht bekannt. Die Kette warnt dennoch vor E-Mails, SMS und Anrufen, die sich als Burger King ausgeben, und rät, darin keine Links oder Anhänge zu öffnen und keine Zugangsdaten einzugeben. Mit Name, Telefonnummer und Geburtsdatum lassen sich solche Betrugsnachrichten deutlich glaubwürdiger gestalten.

Der Fall reiht sich in eine Serie ein. Erst am 5. Oktober hatte die Monogatari Corporation, Betreiberin der Grillrestaurantkette Yakiniku King, gemeldet, dass nach einem Angriff auf ihre App rund 10,79 Millionen Mitgliederdatensätze abgeflossen sind – fast der gesamte Nutzerbestand. Burger King Japan selbst hatte bereits im Oktober 2024 einen unbefugten Zugriff auf Kundendaten seiner App gemeldet.

Foto: Mr.ちゅらさん / CC BY-SA 4.0 / Wikimedia Commons

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