15. Oktober 2026 · Fukuoka
Die E-Mail-Adressen von bis zu 1,3 Millionen Webmitgliedern der Bahngesellschaft JR Kyushu sind nach derzeitigem Stand nicht in fremde Hände gelangt. Das teilte das Unternehmen am 15. Oktober mit. Grundlage ist eine Untersuchung des Cloud-Dienstleisters IDC Frontier, dessen Systeme Anfang Oktober von einem Ransomware-Angriff getroffen worden waren. Das Ergebnis habe JR Kyushu am 14. Oktober erhalten; ein Abfluss personenbezogener Daten sei dabei nicht festgestellt worden.
Der Angriff hatte am frühen Morgen des 7. Oktober begonnen. Betroffen war eine Region des Dienstes „IDCF Cloud“ in Ostjapan, den die Softbank-Tochter IDC Frontier für Unternehmen und Behörden betreibt. Nach Angaben des Anbieters waren 495 Vertragskunden beeinträchtigt, zeitweise waren unter anderem die Websites der Präfektur Ibaraki und der Nachrichtenagentur Jiji Press nicht erreichbar.
JR Kyushu hatte am 9. Oktober gewarnt, dass Protokolldaten aus dem Versand seines Newsletters eingesehen oder abgegriffen worden sein könnten, darunter bis zu rund 1,3 Millionen E-Mail-Adressen. Namen, Anschriften, Telefon- und Kreditkartennummern waren nach Unternehmensangaben nicht Teil dieser Daten. Am selben Tag meldete auch JR East mögliche Abflüsse bei seinen Diensten „Eki-net“ und „Otona no Kyūjitsu Club“.
Ganz ausgestanden ist der Vorfall für JR Kyushu nicht. Der Newsletter für Webmitglieder kann weiterhin nicht verschickt werden und soll erst wieder starten, wenn die Sicherheit des Systems erneut geprüft und die Umgebung wiederhergestellt ist. Alle möglicherweise betroffenen Kunden sollen per E-Mail über das Ergebnis informiert werden, einen Termin dafür nennt das Unternehmen nicht. Die Entwarnung stützt sich auf die Untersuchung des Dienstleisters, eine unabhängige Prüfung ist nicht bekannt.
Quellen
Foto: Carl Lender from Sunrise, USA / CC BY 2.0 / Wikimedia Commons


