bis 18. Oktober 2026 · Tokio
Nur noch bis Sonntag, 18. Oktober, zeigt das Tokyo Metropolitan Art Museum in Ueno japanische Kunst aus dem British Museum. Die Ausstellung heißt „Hyakka ryōran: Umi o koeta Edo kaiga“, sinngemäß „Blütenpracht: Edo-Malerei, die das Meer überquerte“. Wer sie verpasst, hat eine zweite Gelegenheit: Vom 31. Oktober bis zum 31. Januar 2027 ist die Schau im Nakanoshima Museum of Art in Osaka zu sehen.
Das British Museum besitzt rund 40.000 japanische Objekte. Für die Ausstellung, die zum Programm des 100-jährigen Bestehens des Tokioter Museums gehört, wurden Stellschirme, Hängerollen und Bildrollen der Edo-Zeit (1603–1868) ausgewählt, dazu Farbholzschnitte von acht Ukiyo-e-Meistern, darunter Kitagawa Utamaro, Tōshūsai Sharaku, Katsushika Hokusai und Utagawa Hiroshige. Vertreten sind außerdem Maler wie Maruyama Ōkyo mit einem Stellschirm von Tigern, die einen Fluss durchqueren, sowie Itō Jakuchū und Nagasawa Rosetsu.
Neben den Werken geht es um ihren Weg nach Großbritannien. Ein Prolog stellt Menschen vor, die das Museum mit Japan verbanden, etwa den britischen Chirurgen und Sammler William Anderson (1842–1900). Auch der Diplomat Ernest Satow taucht auf: Er gab 1880 eine Kopie einer Wandmalerei aus dem Goldenen Saal des Hōryū-ji in Auftrag, die nun zu sehen ist. Ein besonderes Detail sind Schiebetürbilder von Kanō Sōgen Shigenobu aus dem Tanzan-Schrein in der Präfektur Nara. Die einst zusammengehörigen Bilder sind heute auf Sammlungen in Großbritannien, Seattle und Aomori verteilt und laut Internet Museum nach rund 150 Jahren erstmals wieder gemeinsam in Japan ausgestellt.
Am Freitag ist bis 20 Uhr geöffnet, am Wochenende von 9.30 bis 17.30 Uhr; der Einlass endet jeweils 30 Minuten vorher. Der reguläre Eintritt kostet 2.300 Yen.

