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Skelett im Wohnzimmer: Mann in Isesaki sagt, seine Mutter habe „bis heute gelebt“

17. Oktober 2026 · Isesaki

Im Wohnzimmer eines Hauses in Isesaki in der Präfektur Gunma lag ein vollständig skelettierter Leichnam. Der 53 Jahre alte Bewohner sagt, das sei seine Mutter, und sie habe noch bis zu diesem Tag gelebt. Die Polizei hat den arbeitslosen Mann am 15. Oktober festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, einen Leichnam in seinem Haus zurückgelassen zu haben. Den Vorwurf bestreitet er.

Die Stadt fragte jahrelang nach der Mutter

Ins Rollen kam der Fall durch die Stadtverwaltung. Am 6. Oktober wandten sich Mitarbeiter der Stadt Isesaki an die Polizei: Bei einer älteren Bewohnerin habe man seit einigen Jahren nicht überprüfen können, ob es ihr gut gehe. Nach Angaben des Senders NTV hatte die Stadt schon seit Jahren darum gebeten, die Mutter zu sehen. Der Sohn lehnte das jedes Mal mit der Begründung ab, sie liege im Krankenhaus.

Auch als Polizisten und Stadtmitarbeiter ihn bei einem Besuch nach seiner Mutter fragten, sagte er laut dem Sender TBS, sie sei im Krankenhaus. Zu den Einzelheiten blieb er jedoch auffällig vage. Am Vormittag des 15. Oktober betraten die Beamten deshalb das Haus und fanden im Wohnzimmer im Erdgeschoss den skelettierten Leichnam.

Bei der Vernehmung sagte der Mann laut TBS: „Der Leichnam ist meine Mutter, und sie hat bis heute gelebt.“ Er lebte demnach seit etwa zwei Jahren allein mit ihr in dem Haus.

Keine sichtbaren Verletzungen

Ob es sich bei der Toten tatsächlich um die Mutter handelt, ist offiziell noch nicht bestätigt. Die Polizei geht davon aus und prüft die Identität. Äußere Verletzungen sind nach Angaben von NTV nicht zu erkennen. Eine gerichtsmedizinische Obduktion soll klären, woran die Frau gestorben ist und wie lange sie schon tot war. Die Ermittler wollen außerdem herausfinden, wie es dazu kam, dass der Tod so lange unbemerkt blieb.

Quellen

Foto: Nesnad / CC BY 4.0 / Wikimedia Commons

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