StartGesellschaftRekordböen und Stromausfall: Champi trifft Okinawa

Rekordböen und Stromausfall: Champi trifft Okinawa

Ticker beendet · Letzter Eintrag: Samstag, 24. Oktober 2026, 19:16 Uhr (deutsche Zeit, in Japan Sonntag, 2:16 Uhr)

Das Wichtigste in Kürze

  • Taifun Nr. 30 „Champi“ hat die Sakishima-Inseln hinter sich gelassen und zieht nach Norden. Seit Samstagmittag japanischer Zeit gilt in Okinawa keine Sturmwarnung mehr. Bei den Marshallinseln hat sich bereits Taifun Nr. 31 gebildet.
  • Am Mittwoch erreichte er mit 900 Hektopascal den tiefsten Kerndruck aller Taifune dieses Jahres. Danach schwächte er sich ab. Am Freitagnachmittag japanischer Zeit legte er wieder zu und gilt mit 950 Hektopascal erneut als „sehr starker“ Taifun.
  • Für alle Sakishima-Inseln mit Ishigaki, Yonaguni und Miyako gilt seit Donnerstag eine Sturmwarnung. Am Flughafen Ishigaki sitzen Touristen fest. Die Präfektur Okinawa hat einen Krisenstab eingerichtet.
  • Am Freitagabend japanischer Zeit kam er den Sakishima-Inseln am nächsten. In Ōhara auf Iriomote wurde eine Rekordböe von rund 186 km/h gemessen, auf Miyako fiel so viel Regen wie noch nie in einem Oktober. Rund 15.000 Haushalte sind ohne Strom, auf Ishigaki etwa jeder zweite. Auf Miyako wurde eine Frau verletzt. Am Samstagvormittag waren auf Ishigaki noch rund 11.000 Haushalte ohne Strom.
  • Der Flughafen Ishigaki ist ab Donnerstagnachmittag japanischer Zeit geschlossen. 203 Flüge und über 130 Schiffsverbindungen sind gestrichen, rund 18.000 Reisende betroffen. Auf allen Sakishima-Inseln bleiben die Grund- und Mittelschulen am Freitag zu. ANA streicht von Donnerstag bis Samstag Flüge von und nach Miyako und Ishigaki. JAL und Skymark rechnen ebenfalls mit Störungen, auch in Naha, und lassen Passagiere kostenlos umbuchen. Die Industriemesse Okinawa no Sangyō Matsuri und ein Marathon auf der Insel Iheya fallen aus.
  • Am Sonntag soll er nach Osten abbiegen und am Montagmorgen westlich von Kyūshū stehen, wo er sich in ein gewöhnliches Tiefdruckgebiet umwandelt. Zusammen mit einer Regenfront drohen in West- und Ostjapan bis Montagabend örtlich 100 bis 300 Liter Regen pro Quadratmeter.

Samstag, 24. Oktober, 19:16 Uhr: Wir beenden den Ticker

Champi ist kein starker Taifun mehr und wird sich am Sonntag in ein gewöhnliches Tiefdruckgebiet umwandeln. Deshalb beenden wir diesen Ticker. Auf den Sakishima-Inseln hinterlässt er eine Rekordböe von rund 186 km/h auf Iriomote, Rekordregen auf Miyako, zeitweise rund 15.000 Haushalte ohne Strom und eine verletzte Frau. Hunderte Flüge und Fährverbindungen fielen aus. Richtet der Regen am Montag in Kyūshū oder auf der Hauptinsel größere Schäden an, berichten wir in einem eigenen Artikel.


Samstag, 24. Oktober, 19:13 Uhr: Champi schwächt sich ab, Montag kommt der Regen

Champi ist weiter schwächer geworden. Um 21 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck laut der Meteorologischen Agentur bei 990 Hektopascal, die Böen erreichen noch 35 Meter pro Sekunde (rund 125 km/h). Der Taifun zieht mit 20 km/h durch das Ostchinesische Meer nach Norden. Am Sonntagabend soll er westlich von Kyūshū stehen und sich dann in ein gewöhnliches Tiefdruckgebiet umwandeln. Am Montagabend wird er vor der Küste von Shikoku erwartet.

Laut dem Wetterdienst tenki.jp könnte Champi am Montag auf Kyūshū treffen. Zusammen mit einer Regenfront drohen von Kyūshū bis Kantō Regenfälle in Warnstärke. In Okinawa gilt nur noch eine Warnung vor hohen Wellen.


Samstag, 24. Oktober, 10:58 Uhr: Sturm vorbei, jetzt kommt der Regen

Auf den Sakishima-Inseln lässt der Sturm nach. Um 13:11 Uhr japanischer Zeit hob die Meteorologische Agentur laut der Zeitung Ryūkyū Shimpō die Sturmwarnung für die Yaeyama-Inseln auf, damit gilt in ganz Okinawa keine mehr. Am Vormittag waren auf Ishigaki noch rund 11.000 Haushalte ohne Strom. In Ishigaki blockierte ein umgestürzter Baum eine Straße, an einem Gebäude riss der Wind Teile der Fassade ab. Für die Gemeinde Taketomi galt am Nachmittag noch eine Erdrutschwarnung der Stufe 4. JAL und ANA hatten am Samstag zusammen 40 Flüge gestrichen, laut dem Sender ANN waren mehr als 4.600 Passagiere betroffen.

Champi selbst ist deutlich schwächer geworden. Um 15 Uhr japanischer Zeit lag er laut Weathernews etwa 250 Kilometer nördlich von Yonaguni und zog mit 20 km/h nach Nordnordost. Der Kerndruck ist auf 985 Hektopascal gestiegen, die Böen erreichen noch 40 Meter pro Sekunde (rund 145 km/h).

Am Sonntag soll er nach Osten abbiegen und am Montagmorgen westlich von Kyūshū stehen. Dort wandelt er sich voraussichtlich in ein gewöhnliches Tiefdruckgebiet um und verschmilzt mit der Regenfront. Dann wird vor allem der Regen zum Problem. Ab Montag können örtlich mehr als 50 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde fallen. Bis Montagabend erwartet Weathernews rund um die Insel Tsushima 200 bis 300 Liter, in anderen Teilen West- und Ostjapans stellenweise 100 bis 200 Liter. Es drohen Erdrutsche und Hochwasser.

Der nächste Taifun ist schon unterwegs. Bei den Marshallinseln hat sich am Samstag Taifun Nr. 31 „Inpha“ gebildet. Einen 31. Taifun in einem Jahr gab es zuletzt vor 13 Jahren. Nach bisherigem Stand trifft er Japan nicht direkt, seine Zugbahn ist aber noch sehr unsicher.


Samstag, 24. Oktober, 1:16 Uhr: Champi bleibt bei Yonaguni stehen, halb Ishigaki ohne Strom

Champi kommt kaum noch vom Fleck. Am Samstagmorgen japanischer Zeit stand der Taifun laut NHK fast still im Bereich der Insel Yonaguni, nach Angaben von Weathernews um 4 Uhr etwa 90 Kilometer westnordwestlich davon. Er bleibt groß und stark, mit einem Kerndruck von 955 Hektopascal und Böen bis 60 Metern pro Sekunde (rund 215 km/h). Weil er so langsam zieht, halten Sturm und Regen auf den Sakishima-Inseln länger an. NHK warnt vor Wind, der Strommasten umwerfen kann.

Um Mitternacht japanischer Zeit waren laut NHK 15.200 Haushalte ohne Strom, davon 12.310 auf Ishigaki. Das ist nach Angaben des Senders ANN etwa die Hälfte der Stadt. Am Flughafen Miyako fielen am Freitag binnen 24 Stunden 348 Liter Regen pro Quadratmeter. Für Ishigaki gelten Warnungen der Stufe 4 vor Sturmflut und Erdrutschen, die Wellen rund um die Sakishima-Inseln sind 8 bis 9 Meter hoch.

Am Sonntag soll Champi laut Weathernews im Ostchinesischen Meer nach Osten abbiegen und sich Kyūshū nähern. Zusammen mit einer Regenfront können am Sonntag und Montag in West- und Ostjapan örtlich 30 bis 50 Liter Regen pro Stunde fallen. Die genaue Zugbahn ist aber weiter unsicher.


Freitag, 23. Oktober, 17:13 Uhr: Rekordböe auf Iriomote, über 14.000 Haushalte ohne Strom

Champi hat die Yaeyama-Inseln mit voller Wucht erreicht und ist dabei wieder stärker geworden. Um 16 Uhr japanischer Zeit stand er laut der Zeitung Ryūkyū Shimpō etwa 70 Kilometer südsüdöstlich von Yonaguni. Der Kerndruck lag wieder bei 950 Hektopascal, die Meteorologische Agentur stuft ihn erneut als „sehr starken“ Taifun ein. In Ōhara auf der Insel Iriomote wurde um 14:41 Uhr eine Böe von 51,7 Metern pro Sekunde gemessen (rund 186 km/h). So viel hatte die Messstation in einem Oktober noch nie registriert.

Auch beim Regen fallen Rekorde. An allen vier Messstellen auf Miyako fiel binnen 24 Stunden so viel wie noch nie in einem Oktober. Am Flughafen Miyako kamen seit Donnerstag laut tenki.jp mehr als 300 Liter pro Quadratmeter zusammen, für die Insel gilt eine Erdrutschwarnung der Stufe 4. Um 17 Uhr japanischer Zeit waren nach Angaben des Stromversorgers Okinawa Electric 14.470 Haushalte ohne Strom, vor allem auf Ishigaki und Taketomi. Auf Miyako wurde eine Frau vom Sturm verletzt, sie soll sich einen Knochen gebrochen haben.

Auf den Yaeyama-Inseln bleibt es bis Samstagnachmittag japanischer Zeit stürmisch, die Wellen können bis zu 12 Meter hoch werden. Danach zieht Champi laut Weathernews nach Norden ins Ostchinesische Meer und schwächt sich ab. Am Montag nähert er sich Kyūshū, am Dienstag soll er als außertropisches Tief bei den Izu-Inseln südlich von Tokio ankommen. Die Vorhersagekreise sind aber weiter groß. Schon am Wochenende bringt eine Regenfront von Kyūshū bis Kantō teils kräftigen Regen.


Freitag, 23. Oktober, 9:13 Uhr: Sturm auf Yaeyama, danach Kurs auf Kyūshū

Auf den Yaeyama-Inseln tobt der Sturm. Am Flughafen Yonaguni wurde laut Weathernews bis zum Vormittag japanischer Zeit eine Böe von 41,7 Metern pro Sekunde gemessen (rund 150 km/h), auf Ishigaki 38,4 (rund 138 km/h). Auf Miyako fielen in 24 Stunden über 220 Liter Regen pro Quadratmeter, die Wellen sind 7 bis 8 Meter hoch. Für Ishigaki gilt eine Sturmflutwarnung der Stufe 4. Um 14 Uhr japanischer Zeit waren laut NHK rund 8.400 Haushalte ohne Strom, die meisten auf Ishigaki (6.090) und Taketomi (1.830).

Um 15 Uhr japanischer Zeit stand Champi etwa 80 bis 100 Kilometer südlich der Insel Iriomote und zog mit 20 Kilometern pro Stunde nach Nordnordwesten. Der Kerndruck lag bei 955 Hektopascal, die Böen erreichten 60 Meter pro Sekunde (rund 215 km/h). Am heftigsten wird es bis in die Nacht zum Samstag. Auf Yonaguni erwartet Weathernews dann Böen über 50 Meter pro Sekunde (über 180 km/h) und mehr als 10 Meter hohe Wellen.

Neu ist der weitere Weg. Statt bei Tsushima vorbeizuziehen, soll Champi laut der Prognose der Meteorologischen Agentur von 14:45 Uhr japanischer Zeit am Montag direkt auf Kyūshū treffen, möglicherweise in Kumamoto oder Kagoshima. Danach dreht er nach Osten und soll sich am Dienstagmorgen bei den Izu-Inseln südlich von Tokio in ein außertropisches Tief verwandeln. Schon vorher heizt er eine Regenfront an: Von Kyūshū bis Kantō drohen bis Montag Regenfälle in Warnstärke.


Donnerstag, 22. Oktober, 23:45 Uhr: Sakishima-Inseln im Sturmfeld, Champi soll dicht an Yonaguni vorbei

Seit dem frühen Freitagmorgen japanischer Zeit liegen die Sakishima-Inseln im Sturmfeld von Champi. Am nächsten kommt der Taifun ihnen laut NHK am Freitagabend japanischer Zeit, also gegen Freitagmittag bei uns. Die Prognose ist enger geworden: Um 15 Uhr japanischer Zeit soll Champi etwa 70 Kilometer südsüdöstlich von Yonaguni stehen, in der Nacht zum Samstag nur noch etwa 40 Kilometer westnordwestlich der Insel.

Um 5 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck laut der Zeitung Ryūkyū Shimpō bei 950 Hektopascal, die Böen erreichten 60 Meter pro Sekunde (rund 216 km/h). Der Taifun zieht mit 15 Kilometern pro Stunde nach Nordwesten. Auf den Inseln hat der Wind schon am Donnerstagabend stark zugelegt. In Ōhara auf Taketomi wurde eine Böe von 32,9 Metern pro Sekunde (rund 118 km/h) gemessen, so viel wie dort noch nie in einem Oktober. Auf Ishigaki waren es 31,4 Meter pro Sekunde (rund 113 km/h), auf Miyako 30,1 (rund 108 km/h). Für Taketomi gilt zusätzlich eine Sturmflutwarnung.

Erste Schäden gibt es schon: Auf Yonaguni ist ein Baum umgestürzt. Am Donnerstagabend japanischer Zeit waren auf Tarama, Ishigaki und Taketomi rund 510 Haushalte ohne Strom. Zwölf Menschen aus neun Haushalten suchten auf Miyako und Taketomi Notunterkünfte auf. Am Freitag fliegt von und nach Miyako, Ishigaki und Shimojishima kein einziges Flugzeug. Die Grund- und Mittelschulen auf Miyako, Ishigaki, Taketomi, Yonaguni und Tarama bleiben geschlossen.


Donnerstag, 22. Oktober, 15:00 Uhr: Sturmwarnung auch für Miyako, Touristen sitzen fest

Inzwischen gilt die Sturmwarnung auch für Miyako. Damit stehen alle Sakishima-Inseln unter Warnung. Auf der Hauptinsel Okinawa hat es so stark geregnet, dass für die Stadt Uruma laut der Zeitung Okinawa Times eine Erdrutschwarnung der Stufe 4 gilt, der zweithöchsten.

Am geschlossenen Flughafen Ishigaki sitzen Touristen fest. Der Sender QAB traf dort eine Frau aus Tokio, die auf einen frei werdenden Platz wartete und nicht wusste, ob sie noch wegkommt. Ein Urlauber aus Osaka hat einen Flug für Samstag gebucht, weiß aber nicht, ob er gehen wird. JAL hat alle Flüge von und nach Ishigaki und Miyako gestrichen, am Freitag fliegt dort niemand. Auch die Fähren zu den Nachbarinseln und zwischen Naha und den umliegenden Inseln fahren nicht.

Hotels bringen Netze an Eingängen und Fenstern an. Der Manager eines Hotels auf Ishigaki sagte QAB, der Sturm sei diesmal größer als sonst, man habe sich entsprechend vorbereitet. Gouverneur Genta Koja warnte vor Stromausfällen und Wassermangel und rief die Bewohner auf, sich Notunterkünfte und Fluchtwege anzusehen.


Donnerstag, 22. Oktober, 12:00 Uhr: Sturmwarnung für Ishigaki und Yonaguni

Jetzt gilt die Sturmwarnung. Das Wetteramt hat sie am Donnerstag um 16:10 Uhr japanischer Zeit für die Yaeyama-Inseln mit Ishigaki, Iriomote und Yonaguni herausgegeben. Dort wehen bereits Böen von rund 28 Metern pro Sekunde (rund 100 km/h), die Wellen sind über 6 Meter hoch. Auch auf der Hauptinsel Okinawa regnet es heftig: Für die Städte Uruma und Nakijin gilt eine Warnung vor Starkregen.

Champi hat die höchste Stufe verlassen und gilt nur noch als „sehr starker“ Taifun. Um 15 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck bei 925 Hektopascal, die Böen erreichten 70 Meter pro Sekunde (rund 250 km/h). Er zieht mit 15 Kilometern pro Stunde nach Nordwesten. Dass er die Inseln trifft, ist inzwischen so gut wie sicher: Für Ishigaki und Yonaguni liegt die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, bei 100 Prozent, für Miyako bei 99 Prozent.

Laut Weathernews zieht Champi von Freitagnachmittag bis Samstagfrüh japanischer Zeit an Ishigaki und Iriomote vorbei. Erwartet werden Böen von 40 bis 50 Metern pro Sekunde (rund 145 bis 180 km/h), rund 10 Meter hohe Wellen und eine Sturmflut. Auf Ishigaki, Iriomote und Yonaguni können bis Samstag mehr als 300 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.


Donnerstag, 22. Oktober, 9:00 Uhr: Flughafen Ishigaki schließt, 18.000 Reisende betroffen

Der Flughafen Ishigaki macht dicht. Das Terminal schließt laut der Zeitung Okinawa Times am Donnerstag um 15 Uhr japanischer Zeit und bleibt auch den ganzen Freitag zu. Von Donnerstag bis Samstag fallen nach Angaben der Ryūkyū Shimpō 203 Flüge von und nach Ishigaki und Miyako aus, rund 18.000 Menschen sind betroffen.

Die Stadt Ishigaki hat sich mit Hinweisen auch auf Englisch direkt an Touristen gewandt. Wer seine Unterkunft wechseln muss, soll das noch am Donnerstag tun und danach im Hotel bleiben. Die städtischen Notunterkünfte stehen auch Urlaubern offen, Essen und Wasser sollen sie aber selbst mitbringen. Supermärkte könnten schließen, Stromausfälle seien möglich. Strände, Küsten und Flussmündungen sollen alle meiden.

Der Wind nimmt zu. Auf der Insel Taketomi bei Ishigaki wurden am Vormittag Böen von gut 27 Metern pro Sekunde (rund 100 km/h) gemessen. Champi liegt inzwischen südlich von Okinawa und schwächt sich langsam ab, um 9 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck bei 915 Hektopascal. Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, liegt für Ishigaki jetzt bei 99 Prozent, für Yonaguni bei 91 und für Miyako bei 77 Prozent. Am nächsten kommt der Taifun den Inseln von Freitagnachmittag bis Samstagfrüh japanischer Zeit.


Donnerstag, 22. Oktober, 6:00 Uhr: Okinawa richtet Krisenstab ein, Sturmwarnungen ab heute Abend

Die Präfektur Okinawa hat am Donnerstagmorgen einen Katastrophenschutzstab eingerichtet. Gouverneur Genta Koja rief die Bewohner auf, vor dem Sturm Abflussrinnen zu reinigen und alles zu sichern, was wegfliegen kann. Miyako und die Yaeyama-Inseln liegen bereits im Starkwindbereich des Taifuns. Die Fähren von Ishigaki und Miyako zu den umliegenden Inseln fahren nicht mehr.

Das Wetteramt will laut der Zeitung Ryūkyū Shimpō am späten Donnerstagabend japanischer Zeit eine Sturmwarnung für Ishigaki herausgeben, für Yonaguni und Miyako am frühen Freitagmorgen. Am Freitag und Samstag erwartet es auf den Inseln Sturm, der einzelne Häuser einstürzen lassen kann, dazu Regen in Warnstärke mit Gefahr von Erdrutschen und Überschwemmungen. Auf der Hauptinsel Okinawa kann es schon bis Freitagmorgen heftig regnen.

Champi schwächt sich langsam ab. Um 9 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck bei 915 Hektopascal, die Böen erreichten 75 Meter pro Sekunde (rund 270 km/h). Der Sturmbereich reicht bis 280 Kilometer nach Nordosten.


Donnerstag, 22. Oktober, 3:00 Uhr: Erste Sturmböen, über 10 Meter hohe Wellen erwartet

Auf den Sakishima-Inseln wird es stürmisch. Bis zum Donnerstagmorgen japanischer Zeit wurden auf Miyako Böen von knapp 26 Metern pro Sekunde gemessen (rund 95 km/h), auf Yonaguni von knapp 23 und auf Ishigaki von gut 21 Metern pro Sekunde (rund 80 km/h). Die Wellen sind schon jetzt über 6 Meter hoch, für Freitag erwartet Weathernews rund um die Inseln mehr als 10 Meter.

Champi steht inzwischen südlich von Okinawa und zieht mit 20 Kilometern pro Stunde nach Nordwesten. Der Kerndruck liegt bei 905 Hektopascal, Böen erreichen 80 Meter pro Sekunde (knapp 290 km/h). Am nächsten kommt er den Inseln von Freitagnachmittag bis in die frühen Morgenstunden des Samstags japanischer Zeit, das ist Freitag etwa zwischen 8 und 20 Uhr deutscher Zeit. Weathernews rechnet dann mit Böen von 40 bis 50 Metern pro Sekunde (rund 145 bis 180 km/h). Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, liegt für Ishigaki jetzt bei 97 Prozent, für Yonaguni bei 96 und für Miyako bei 68 Prozent.

Danach soll Champi über das Ostchinesische Meer nach Norden und Nordosten drehen und schwächer werden. Um Montag könnte er sich Westjapan nähern.


Donnerstag, 22. Oktober, 0:00 Uhr: Über 200 Flüge gestrichen, Schulen auf Ishigaki zu

In Okinawa bereiten sich die Menschen auf den Sturm vor. Laut der Zeitung Ryūkyū Shimpō sind ab Donnerstag mehr als 200 Flüge und über 130 Schiffsverbindungen gestrichen. Die Stadt Ishigaki schließt am Freitag ihre Grund- und Mittelschulen. Auf Miyako und Ishigaki wurde eine staatliche Prüfung für Erzieher abgesagt, Anbieter von Tauch- und Wassersportausflügen haben Buchungen storniert.

Champi hat sich leicht abgeschwächt, bleibt aber auf der höchsten Stufe. Um 3 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck bei 905 Hektopascal, die Böen erreichten 80 Meter pro Sekunde (knapp 290 km/h). Er zieht mit 20 Kilometern pro Stunde nach Westnordwesten. Nach der Prognose der Meteorologischen Agentur steht er in der Nacht zum Samstag japanischer Zeit nur etwa 70 Kilometer westsüdwestlich von Yonaguni. Für Freitag und Samstag erwartet das Wetteramt auf den Sakishima-Inseln einen Sturm, der einzelne Häuser einstürzen lassen kann, und schon ab Donnerstag Regen in Warnstärke. Auch auf der Hauptinsel Okinawa kann es am Donnerstag und Freitag heftig regnen.

Danach soll Champi nach Norden drehen und schwächer werden. Am Montag erwartet die Meteorologische Agentur ihn nur noch als außertropisches Tief nahe Tsushima, der Inselgruppe zwischen Kyūshū und Korea. Zusammen mit einer Regenfront kann er aber auch in Westjapan viel Regen bringen.


Mittwoch, 21. Oktober, 20:05 Uhr: Neue Prognose, Champi zieht südwestlich an Yonaguni vorbei

Die Meteorologische Agentur hat ihre Vorhersage kurz nach Mitternacht japanischer Zeit erneuert. Champi liegt weiter östlich der Philippinen und hat nichts von seiner Stärke verloren: 900 Hektopascal, Böen bis 85 Meter pro Sekunde (rund 300 km/h). Er zieht mit 20 Kilometern pro Stunde nach Westnordwesten. Der Sturmbereich reicht inzwischen bis zu 280 Kilometer weit, starker Wind sogar bis zu 650 Kilometer.

Am Freitagabend japanischer Zeit soll das Zentrum etwa 150 Kilometer südwestlich von Yonaguni liegen, also zwischen der Insel und Taiwan. Champi ist dann nur noch ein „starker“ Taifun mit 955 Hektopascal, Böen erreichen aber weiter 60 Meter pro Sekunde (rund 215 km/h). Weil der Sturmbereich dann bis zu 450 Kilometer weit reicht, liegen die Sakishima-Inseln trotzdem mitten darin.

Danach zieht Champi durch das Ostchinesische Meer nach Norden und wird deutlich schwächer. Bis Montagabend japanischer Zeit soll er sich in ein außertropisches Tief über dem Japanischen Meer verwandelt haben. Auf dem Weg dorthin führt die Zugbahn in die Nähe von Kyūshū. Die Vorhersagekreise für Sonntag und Montag sind aber weiter sehr groß.


Mittwoch, 21. Oktober, 18:00 Uhr: Wind frischt auf, am Montag vor Tsushima

Auf den Sakishima-Inseln hat der Wind zugenommen. Bis zum Nachmittag japanischer Zeit wurden auf Yonaguni Böen von 18 Metern pro Sekunde (rund 65 km/h) gemessen, auf Miyako von knapp 17 Metern pro Sekunde (rund 60 km/h). Am Donnerstag werden dort über 6 Meter hohe Wellen erwartet.

Champi selbst hat laut Weathernews seinen Höhepunkt erreicht. Um 15 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck weiter bei 900 Hektopascal, die Böen erreichten 85 Meter pro Sekunde. Am Freitag zieht er dicht an den Sakishima-Inseln vorbei. Weathernews rechnet dort mit Böen von 40 bis 50 Metern pro Sekunde (rund 145 bis 180 km/h), tenki.jp für die Yaeyama-Inseln sogar mit bis zu 60 Metern pro Sekunde (rund 215 km/h). Der Wetterdienst warnt vor Schäden an Gebäuden, Überschwemmungen und Erdrutschen. Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, liegt für Ishigaki bei 94 Prozent, für Yonaguni bei 89 und für Miyako bei 72 Prozent. Für Kumejima stieg sie auf 13 Prozent, für die Hauptinsel Okinawa auf 5 Prozent.

Für den weiteren Weg wird die Prognose genauer. Laut tenki.jp dreht Champi nach den Sakishima-Inseln allmählich nach Osten und soll am Montag das Seegebiet vor Tsushima erreichen, der Inselgruppe zwischen Kyūshū und Korea. Damit könnte er Kyūshū nahekommen. Die Vorhersagekreise für Sonntag und Montag sind aber noch groß.


Mittwoch, 21. Oktober, 10:00 Uhr: ANA streicht Flüge nach Miyako und Ishigaki

Die ersten Flüge fallen aus. ANA streicht nach Angaben des Senders NTV von Donnerstag bis einschließlich Samstag Flüge von und nach Miyako und Ishigaki. JAL und Skymark haben ebenfalls Störungen angekündigt, auch für Naha.

Am Abend japanischer Zeit wird es auf den Sakishima-Inseln zunehmend stürmisch. Für Mittwoch rechnet das Wetteramt laut der Zeitung Ryūkyū Shimpō dort mit Böen bis 30 Metern pro Sekunde (rund 110 km/h), auf der Hauptinsel Okinawa ab der Nacht mit bis zu 25 Metern pro Sekunde (rund 90 km/h). Die Wellen erreichen schon jetzt bis zu 6 Meter.

Champi selbst soll sich bis zum Freitag etwas abschwächen, bleibt aber gefährlich. Nach der Vorhersage der Meteorologischen Agentur hat er am Freitagmorgen japanischer Zeit noch 940 Hektopascal und Böen bis 65 Meter pro Sekunde (rund 235 km/h). Laut Weathernews zieht er am Freitagabend als „sehr starker“ Taifun nahe an den Sakishima-Inseln vorbei. Auch Taiwan bereitet sich vor: Für die Hafenstadt Keelung im Norden der Insel nennt das taiwanische Wetteramt eine Sturmwahrscheinlichkeit von 72 Prozent.


Mittwoch, 21. Oktober, 9:00 Uhr: 900 Hektopascal, tiefster Wert des Jahres

Champi ist noch etwas stärker geworden. Um 9 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck bei 900 Hektopascal, laut Weathernews der tiefste Wert eines Taifuns in diesem Jahr. Nahe dem Zentrum weht der Wind weiter mit 60 Metern pro Sekunde (rund 215 km/h), in Böen mit 85 Metern pro Sekunde (rund 300 km/h). Champi steht noch östlich der Philippinen und zieht mit 25 Kilometern pro Stunde nach Westnordwesten.

Auf den Sakishima-Inseln frischt der Wind ab Mittwochabend auf. Für Freitag und Samstag erwartet das Wetteramt laut NHK und der Zeitung Ryūkyū Shimpō einen Sturm, der einzelne Häuser zum Einsturz bringen kann. Dazu kommen Regen in Warnstärke, extrem raue See und je nach Zugbahn eine Sturmflut. Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, ist wieder gestiegen: für Ishigaki auf 95 Prozent (Dienstagabend: 86), für Yonaguni auf 89 (76) und für Miyako auf 75 Prozent (64). Weil Champi langsamer werden könnte, kann das Unwetter länger dauern.

In Okinawa wurde nach der Industriemesse auch der Mondlicht-Marathon auf der Insel Iheya abgesagt.

Für die Zeit danach wird die Prognose konkreter. In der Vorhersage der Meteorologischen Agentur vom Mittwochvormittag liegt am Montag auch Kyūshū im Vorhersagekreis. Selbst für die Gotō-Inseln und Nagasaki nennt sie schon eine Sturmwahrscheinlichkeit von 5 bis 6 Prozent. Westjapan muss sich damit auf den Taifun Anfang nächster Woche einstellen, wie genau er zieht, ist aber noch offen.


Dienstag, 20. Oktober, 19:45 Uhr: Champi wird noch stärker, Airlines stellen sich auf Ausfälle ein

Champi hat in der Nacht japanischer Zeit noch einmal deutlich zugelegt. Um Mitternacht japanischer Zeit gab die Meteorologische Agentur einen Kerndruck von 905 Hektopascal an. Diesen Wert hatte sie erst für später am Mittwoch erwartet. Drei Stunden zuvor, um 21 Uhr japanischer Zeit, waren es noch 920. Der Wind nahe dem Zentrum erreicht 60 Meter pro Sekunde (rund 215 km/h), in Böen 85 Meter pro Sekunde, das sind gut 300 km/h. Der Taifun zieht inzwischen mit 30 Kilometern pro Stunde nach Westnordwesten.

Bis in die Nacht zum Donnerstag soll Champi auf der höchsten Stufe bleiben und sich danach langsam abschwächen. Am Freitagabend japanischer Zeit steht er laut Prognose nahe den Sakishima-Inseln, noch immer als „sehr starker“ Taifun mit Böen bis 60 Meter pro Sekunde (rund 215 km/h). Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, ist bis zum Abend japanischer Zeit etwas gesunken. Laut Weathernews liegt sie für Ishigaki jetzt bei 86 Prozent (Dienstagmorgen: 94), für Yonaguni bei 76 (89) und für Miyako bei 64 Prozent (74). Für Kumejima sind es 9 Prozent, für die Hauptinsel Okinawa weiter 4 Prozent.

Die Fluggesellschaften bereiten sich auf den Sturm vor. Die JAL-Gruppe mit ihren Regionalfliegern JTA und RAC rechnet am Donnerstag und Freitag mit Störungen auf den Flügen nach Miyako, Tarama, Ishigaki und Yonaguni, am Freitag womöglich auch in Naha. ANA nennt für Miyako und Ishigaki schon Mittwochmittag als Beginn, für Naha Donnerstag und Freitag. Skymark erwartet Einschränkungen in Miyako am Donnerstag und Freitag, in Naha am Freitag. Alle drei lassen Passagiere dieser Flüge kostenlos umbuchen oder stornieren. Nach dem Stand vom Dienstag hatte noch keine von ihnen Flüge gestrichen.

Beim weiteren Weg zeigt die neue Prognose der Meteorologischen Agentur klar nach Norden. Am Samstag soll Champi abgeschwächt durch das Ostchinesische Meer ziehen und am Sonntagabend als tropischer Sturm nach Nordnordosten drehen. Laut Weathernews sehen die meisten KI-Modelle und viele klassische Modelle ihn dann in Richtung Kyushu, Shikoku und Honshu ziehen. Andere lassen ihn nach Taiwan und auf das chinesische Festland ziehen. Die Unsicherheit ist noch groß.


Dienstag, 20. Oktober, 18:00 Uhr: Champi wieder auf höchster Stufe, erste Absage in Okinawa

Champi hat sich wieder verstärkt. Am Dienstagabend japanischer Zeit galt er laut dem Sender NHK erneut als großer und „äußerst starker“ Taifun, die höchste Stufe. Den Sakishima-Inseln kommt er nach Angaben der Meteorologischen Agentur am Freitag am nächsten. Von Freitag bis Samstag drohen dort Sturm und so heftiger Regen, dass amtliche Warnungen nötig werden können.

Die Zeitung Ryūkyū Shimpō beschreibt den Ablauf so: Am Mittwoch frischt der Wind auf den Sakishima-Inseln und auf der Hauptinsel Okinawa auf, am Donnerstag wird es auf Miyako und den Yaeyama-Inseln sehr windig. Die Wellen erreichen dort schon ab Mittwoch 6 Meter und mehr, an der Hauptinsel und den Daitō-Inseln ab Donnerstag. Auf den Yaeyama-Inseln könnte am Freitag eine Sturmflut auflaufen, die eine Warnung erfordert. Das Wetteramt in Okinawa ruft die Bewohner auf, sich vorzubereiten, bevor der Wind stärker wird.

Auf der Hauptinsel gibt es die erste Absage: Die große Industriemesse Okinawa no Sangyō Matsuri (沖縄の産業まつり) fällt komplett aus, weil die Sicherheit nicht gewährleistet sei. 473 Aussteller waren angemeldet. Flug- und Fährausfälle wurden bisher nicht gemeldet.

Wohin Champi danach zieht, bleibt unsicher. NHK hält Auswirkungen auf Westjapan für möglich.


Dienstag, 20. Oktober, 9:00 Uhr: Ishigaki gerät fast sicher in den Sturm

Die Wetterbehörde hat ihre Prognose nach Norden verschoben. Champi soll nun näher an den Sakishima-Inseln vorbeiziehen und ihnen am Freitag am nächsten kommen. Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, liegt für Ishigaki jetzt bei 94 Prozent (Montagabend: 73), für Yonaguni bei 89 (67) und für Miyako bei 74 Prozent (47). Für die Hauptinsel Okinawa sind es 4 Prozent.

Weathernews rechnet auf den Sakishima-Inseln ab Mittwoch mit auffrischendem Wind und über 5 Meter hohen Wellen. Um Freitag herum sind Böen über 40 Meter pro Sekunde (über 140 km/h) möglich. Dann ist es gefährlich, überhaupt das Haus zu verlassen. Weil Champi langsamer werden könnte, kann das Unwetter länger dauern.

Am Dienstagmorgen hatte sich Champi leicht abgeschwächt. Um 9 Uhr japanischer Zeit lag der Kerndruck bei 945 Hektopascal, die Böen erreichten 70 Meter pro Sekunde (rund 250 km/h). Ab dem Abend soll er wieder die höchste Stufe erreichen.

Auch beim weiteren Weg gibt es eine Wende. Die Meteorologische Agentur lässt Champi am Sonntag ins Ostchinesische Meer ziehen, nicht mehr in die Taiwanstraße. Mehrere Modelle sehen ihn danach nach Norden drehen. Dann könnte er sich am Wochenende Westjapan nähern. Sicher ist das noch nicht.


Montag, 19. Oktober, 19:15 Uhr: Sturmwarnung für Ishigaki und Miyako möglich

Auf den Sakishima-Inseln wird es ernst. Laut der Zeitung Okinawa Times könnte das Wetteramt für die Yaeyama-Inseln, zu denen Ishigaki und Yonaguni gehören, am Donnerstag eine Sturmwarnung herausgeben. Für Miyako ist das von Donnerstag bis Samstag möglich.

Schon vorher wird das Meer gefährlich. Der Wetterdienst tenki.jp rechnet am Mittwoch bei Miyako und den Yaeyama-Inseln mit bis zu 6 Meter hohen Wellen, an der Hauptinsel Okinawa mit bis zu 5 Metern. Von Mittwoch bis Samstag herrscht schwerer Seegang. Um Freitag herum ist je nach Zugbahn eine Sturmflut möglich, Küsten und Flussmündungen könnten überflutet werden.

Champi selbst bleibt auf der höchsten Stufe. Für Dienstag erwartet die Meteorologische Agentur einen Kerndruck von 910 bis 925 Hektopascal und Böen bis 80 Meter pro Sekunde, knapp 290 km/h. Am Donnerstag und Freitag soll er südlich an Okinawa vorbeiziehen und am Samstag abgeschwächt Taiwan erreichen.


Montag, 19. Oktober, 16:30 Uhr: Champi erreicht die höchste Stufe

Champi ist schneller stärker geworden als erwartet. Schon am Montagnachmittag japanischer Zeit stufte ihn die Meteorologische Agentur als „äußerst starken“ Taifun ein, die höchste Stufe. Der Kerndruck fiel auf 935 Hektopascal, der Wind nahe dem Zentrum erreichte 55 Meter pro Sekunde (rund 200 km/h), in Böen 75 Meter pro Sekunde (rund 270 km/h). Der Sturm ist außerdem sehr groß.

Am Abend legte die Behörde noch einmal nach: Bis Mittwoch könnte der Kerndruck auf 910 Hektopascal fallen, Böen könnten 80 Meter pro Sekunde erreichen, das sind fast 290 km/h. Champi zieht inzwischen etwas langsamer, mit rund 15 Kilometern pro Stunde, nach Westnordwesten und soll am Mittwoch und Donnerstag südlich an Okinawa vorbeiziehen.

Auf den Sakishima-Inseln rechnet Weathernews von Mittwoch bis Freitag mit Böen über 30 Metern pro Sekunde (über 100 km/h) und sehr rauer See. Die Wahrscheinlichkeit, in den Sturmbereich zu geraten, liegt für Ishigaki bei 73 Prozent, für Yonaguni bei 67 und für Miyako bei 47 Prozent. Für die Hauptinsel Okinawa stieg sie leicht auf 3 Prozent. Wohin Champi danach zieht, ist weiter offen.


Montag, 19. Oktober, 9:00 Uhr: Sturmgefahr für Ishigaki steigt auf 74 Prozent

Champi stand am Montagmorgen östlich der Philippinen und zog mit rund 20 Kilometern pro Stunde nach Westnordwesten. Der Kerndruck lag bei 950 Hektopascal, der Wind nahe dem Zentrum bei 50 Metern pro Sekunde (rund 180 km/h), in Böen bei 70 Metern pro Sekunde (rund 250 km/h). Die Japanische Meteorologische Agentur stuft ihn als großen und „sehr starken“ Taifun ein.

Bis Mittwoch soll Champi die höchste Stufe mōretsu („äußerst stark“) erreichen. Die Meteorologische Agentur hält dann einen Kerndruck von 920 Hektopascal und Böen bis 75 Meter pro Sekunde für möglich, das sind rund 270 km/h. Am Donnerstag soll er das Seegebiet südlich von Okinawa erreichen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ort innerhalb von fünf Tagen in den Sturmbereich gerät, ist seit Sonntag stark gestiegen: für Ishigaki auf 74 Prozent (Sonntag: 36), für Yonaguni auf 73 (27) und für Miyako auf 41 Prozent (15). Für die Hauptinsel Okinawa liegt sie bei 1 Prozent. Weathernews rechnet auf den Sakishima-Inseln ab Mittwoch mit Böen um 30 Meter pro Sekunde (rund 110 km/h), sehr rauer See und heftigem Regen. Auf der Hauptinsel werden starker Nordostwind und hohe Wellen erwartet.

Wie es nach Okinawa weitergeht, ist offen. Die meisten klassischen Wettermodelle lassen Champi über Taiwan in Richtung chinesisches Festland ziehen. Viele KI-gestützte Modelle sehen ihn dagegen vor Taiwan nach Nordosten abdrehen und auf Japan zulaufen. Dann könnte er auch das Wetter auf den Hauptinseln beeinflussen. Weathernews spricht von großer Unsicherheit.


Sonntag, 18. Oktober, 18:40 Uhr: Sehr starker Taifun bei den Marianen

Über dem Pazifik baut sich der nächste schwere Sturm für Japans Süden auf. Taifun Nr. 30 der Saison stand am Sonntagnachmittag japanischer Zeit bei den Marianen und zog mit rund 20 Kilometern pro Stunde nach Westen. Kerndruck 945 Hektopascal, Böen bis 70 Meter pro Sekunde. Die Wahrscheinlichkeit für Sturm lag zu diesem Zeitpunkt für Ishigaki bei 36 Prozent, für Yonaguni bei 27 und für Miyako bei 15 Prozent.


Reisende nach Okinawa sollten die Hinweise der Fluggesellschaften und Fähren im Blick behalten. Bei Taifunen werden Flüge und Fährverbindungen auf die Inseln oft kurzfristig gestrichen.

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